Verschwenderische Erholung – Ein Wochenendtrip im Hotel

Hotel Bett_1000pxNichts ist so erholsam wie ein langer Urlaub in der Ferne. Na gut, so fern muss das Reiseziel gar nicht immer sein. Okay, auch ein kürzerer Urlaub reißt einen aus dem Alltag. Ach, was soll’s, manchmal ist auch ein (verlängerter) Wochenendtrip die perfekte Erholung.

Bleibt bloß noch die Wahl des Reiseziels und der perfekten Unterkunft. Ich finde es sehr spannend, über Airbnb eine Wohnung anzumieten und sich zwei bis drei Tage in einem fremden Zuhause einzunisten. Das ist vor allem mit Hund die perfekte Behausung für einen Wochenendtrip.

Manchmal gibt es aber auch nichts Schöneres, als sich in ein Hotel einzubuchen und rundum versorgt zu werden. Die Betten sind gemacht, Handtücher hängen im Bad, Duschgel und Shampoo stehen bereit und morgens wird man mit einem großen Frühstücksbüffet begrüßt. Herrlich!

Hotel Bad_1000pxUnd es wird noch besser: Man findet sein Hotelzimmer nämlich nicht nur bei der Ankunft so vor, sondern auch nach jedem Besuch der fleißigen Mitarbeiter*innen. Alles hängt, steht und liegt wieder fein säuberlich an Ort und Stelle. Und genau das ist leider auch der Haken.

Hotels bestücken insbesondere ihre Badezimmer gern mit grünen Schildchen, auf denen sie ihre Nachhaltigkeits-Bestrebungen betonen: „Helfen Sie uns die Umwelt zu schützen!“. Als Hotelgast wird man gebeten, Handtücher möglichst mehrfach zu verwenden und sie nur dann auswechseln zu lassen, indem man sie auf den Boden legt, wenn dies notwendig ist. Kein Problem, wer wechselt zu Hause schon täglich seine Handtücher.

Hotel Handtücher_1000pxEin schönes Vorhaben, unabhängig davon, ob Hotels dies aus Eigennutz oder für die Umwelt tun. Nicht selten passiert es aber, dass alle Handtücher ausgewechselt werden, egal ob diese auf dem Boden lagen oder nicht. Seifenstücke, die nur wenige Male benutzt wurden, landen im Müll und angebrochene Duschgel-Fläschchen ebenfalls. So sieht also Nachhaltigkeit in der Hotellerie aus.

Zum Glück nicht in allen Hotels. Ich hoffe, dass zunehmend mehr Hotels ihre eigenen Pläne zur Ressourcen-Schonung nicht nur auf Schildchen versprechen, sondern auch aktiv umsetzen. Bettwäsche, Handtücher und Seifen müssen nicht täglich gewechselt und entsorgt werden, das macht zu Hause schließlich auch keiner. Und was gäbe es für ein schöneres Lob für ein Hotel, als wenn sich ein Gast ganz wie zu Hause fühlt.

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