Hochzeit – Ein einmaliges Fest ohne einmalige Details

hochzeit_1000pxHeiraten oder nicht? Nur eine standesamtliche oder auch eine freie/kirchliche Trauung? Große Party oder kleines feines Fest? Glamourös oder schlicht? Bevor es dazu kommt, dass ein Paar vor den Augen anderer “Ja” sagt, gibt es so einige Fragen zu beantworten.

Für meinen Mann und mich (Diese Formulierung huscht mir gerade zum aller ersten Mal über die Tasten!) war klar, unsere Hochzeit soll ein rauschendes Fest mit all unseren Freunden und der ganzen Familie werden. Das war einfach. Gar nicht so einfach hingegen war die Feinplanung. Wie organisiert man eine einmalige große Hochzeitsparty, ohne unzählige Ein-Euro-Artikel und ohne die Kosten aus dem Blick zu verlieren?

“Ich mag keine Hochzeiten – für mich ist das Verschwendung!”

Ehrlichkeit ist gut und darum war ich keineswegs böse über diese Meinung, die uns wenige Wochen vor unserer Feier entgegen geschmettert wurde. Wie könnte ich auch? Es ist nur schwer möglich, ein großes Fest zu organisieren, ohne verschwenderisch zu sein. Große Mengen an Papier werden verbraucht, Blumen als Deko eingesetzt und schicke Kleidung gekauft.

Ist ein einziger Tag so viel Aufwand, so viele Ressourcen und so viel Geld wert? Wenn man eine Hochzeit auf den Tag der Feier reduziert, dann sicherlich nicht. Wenn man sie aber als Startschuss in ein – hoffentlich langes – gemeinsames Leben sieht, als Symbol für etwas Besonderes und als ein einzigartiges Event, das man sein Leben lang in Erinnerung behalten wird, dann vielleicht schon.

Nie wieder kommen alle Freunde und alle Familienmitglieder wieder an einem Ort, zu so einem Anlass zusammen. Da soll natürlich niemand fehlen. Damit keiner auf die Idee kam abzusagen, haben wir unsere Einladungen bereits sehr frühzeitig verschickt. Das haben wir aber auch noch aus einem anderen Grund getan, nämlich um zusätzliche Save-the-Date-Karten und Umschläge zu vermeiden.

hochzeitstischWas nicht ausbleibt, ist das Papier für das Kirchenprogramm, die Menükarten und, in unserem Fall, für die Deko, die aus selbstgebastelten Wimpelketten bestand. Für diese haben wir altes Schreibpapier aus dem Fundus meiner Großmutter verwendet. Für die Kirchenhefte sowie für die Menü-und Getränkeübersicht haben wir Karten verwendet, die FCS-zertifiziert (Forest Stewardship Council) sind und somit aus Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern hergestellt wurden. Dies minimiert zwar leider nicht die Menge an benötigtem Papier und es handelt sich dabei nicht um Recycling-Material, aber es ist zumindest ein positives Detail, auf das man achten kann.

Als kleine Geschenke bekamen unsere Gäste Gläschen gefüllt mit selbstgekochter Johannesbeermarmelade aus dem elterlichen Garten. So hatten wir für unsere Gäste eine kleine Aufmerksamkeit aus heimischen Früchten, die aufgebraucht wird und keinen Müll verursacht, da die Gläser wiederverwendet werden können. Auf den Tischen gab es dazu statt üppiger Blumengestecke, kleine Sträußchen, die unsere Gäste am Ende der Feier ebenfalls mitnehmen durften.

Alles in allem war unsere Hochzeit zwar leider keine richtige “green wedding” – auch wenn Deko und Papeterie grün waren – aber ein wundervolles Fest, bei dem wir darauf bedacht waren, statt einmaliger lieber wiederverwendbare, ressourcenschonende Accessoires einzusetzen. Ein besonderes Detail unsere Hochzeit habe ich nun noch nicht verraten, denn das folgt in einem meiner nächsten Artikel. ;)

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