Das Second-Hand-Comeback

Second Hand_Tassen_1000Wo hat „Second Hand“ die letzten Jahre (oder Jahrzehnte) bloß gesteckt? Klar, Second-Hand-Shops, Trödelmärkte und ähnliches gab es immer, aber irgendwie waren die in den letzten Jahren eher was für Hipster oder Hippies und fanden eher weniger Beachtung bei der breiten Masse. Auf einmal hört und sieht man „Second Hand“ aber wieder an allen Ecken.

Vintage-Möbel sind schon seit einigen Jahren wieder unglaublich beliebt und auf Flohmärkten oder in kleinen Shops zu finden. Second-Hand-Kleidung schien während der letzten Jahre aber doch eher als Klamotten aus der Mottenkiste zu gelten. Warum auch getragene Textilien kaufen, wenn es Oberteile, Hosen oder Jacken neu viel moderner und billiger gibt?

Second Hand_Stuhl_1000

Dank des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit, steigt aber auch wieder die Beliebtheit von Waren aus zweiter Hand. Möbel werden in den Kleinanzeigen ergattert, Anziehsachen im Second-Hand-Shop gefunden und Geschirr auf dem Flohmarkt ertrödelt. Und das Gute daran: Die „Geiz-ist-geil-Mentalität”, die uns so viele Jahre verdorben hat, ist in diesem Zusammenhang völlig okay.

Schnäppchenjagen ist – vor allem wenn es um Mode geht – aus guten Gründen ein echtes No-Go geworden. Zu sehr sind Euro-Artikel mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und unökologischen Verarbeitungsprozessen verbunden. Bei Second-Hand-Käufen hingegen ist der Preis erstmal zweitrangig, im Vordergrund steht schließlich der Gedanke des Wiederverwendens.

Second Hand_Kleidung_1000

„Das häufige Tragen eines Kleidungsstücks ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit.“
(Elin Larsson, Sustainability Managerin bei Filippa K.)

Kleidungsstücke werden durchschnittlich nur vier Mal getragen, bevor sie als Altkleidung aussortiert wird. Wer Second-Hand shoppt, trägt somit zur Müllvermeidung bei – ob zur Vermeidung von Altkleidern oder Sperrmüll. Darum macht es natürlich Sinn, nicht bloß selbst gebrauchte Möbel oder Textilien zu kaufen, sondern seine eigenen ausrangierten Dinge ebenfalls weiterzuverkaufen.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Second-Hand-Artikel sind ganz nebenbei auch noch wesentlich individueller als neue Massenware. Der Used-Look ist wirklich durch die Nutzung und nicht durch eine umwelt- und gesundheitsschädliche chemische Behandlung entstanden und Kleidung stammt oftmals aus Kollektionen, die längst nicht mehr im Verkauf zu finden sind.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.